Ærø

Ærø Wanderwochenende vom 29.05. – 01.06.2014

Sonja und Viola Donicht:
Die lange Wanderung am 30. Mai 2014

36-km-Wanderung am 30.05.2014
36-km-Wanderung am 30.05.2014

Nach einer ungewohnten, und für einige, kurzen Nacht in unseren Hütten, Zelt und Wohnwagen startete unser Tag recht früh. Um 07:45 Uhr verließen wir voller Tatendrang und hochmotiviert unseren Campingplatz in Søby. Gerd Andresen führte die Gruppe an und hatte ausreichend Zeit einkalkuliert, damit wir in jedem Fall rechtzeitig alle die Bushaltestelle erreichten. Der Bus, der auf Ærø kostenlos ist und auch das Einsammeln und Verteilen der Post nebenbei erledigt, brachte uns nach knapp einer Stunde nach Marstal. Startpunkt der Wanderung war der Hafen von Marstal. Der Weg führte uns zunächst ein kleines Stück am Wasser entlang, durch den Ort und über einige Feldwege zu einer Bucht. Nach einer kurzen Trinkpause ging es durch ein leicht mooriges Gebiet. Das Tempo verringerte sich, denn es ging darum möglichst den Besten Weg zu finden, an dem man keine nassen Füße bekam. Je nach Auswahl des Schuhwerks erreichte der eine oder andere mehr oder weniger erfolgreich den besser befestigten Wanderweg. Von einem kleinen Bootsanleger in der Bucht führte uns der Weg nun weg vom Ufer, am Ort Kragnæs vorbei, über schöne Feldwege. Kornblumen, wilder Mohn und andere Blumen verschönerten die Landschaft durch bunte Farbtupfer. Wie sahen viele wunderschöne Höfe. Leider war ein Großteil von ihnen verlassen und stand zum Verkauf.

Kurz hinter dem Ort Kragnæs verließen wir unseren Weg und standen plötzlich vor einem Hügel. Dies war ein Grabhügel (Kragnæs jættestuen), der aus der Zeit von 3200 bis 2800 vor Chr. stammt und 1974/75 restauriert wurde. Wenn man sich klein machte, konnte man mithilfe einer Taschenlampe das innere dieses Grabhügels erkunden. Nach einer kurzen Ess- und Trinkpause gingen wir auf unserem Weg weiter, bis wir erneut das Ufer erreichten. Von hier aus konnten wir schon den Hafen von Ærøskøbing sehen. An einer kleinen Brücke hielten wir an.

Bunte Strandhäuser

Nun stand die Entscheidung an, auf welcher Route die letzten Kilometer bis Ærøskøbing zu bestreiten waren. Die längere Strecke führte ins Landesinnere und war ca. 4 km länger als der direkte Weg am Ufer entlang. Die Gruppe trennte sich.

Um die Mittagszeit erreichte die erste Gruppe Ærøskøbing. Einige nutzten die Zeit, um sich mit Fischbrötchen zu stärken oder den Ort mit seinen bezaubernden kleinen Häusern zu erkunden. Es blieb zudem die Möglichkeit auf den zahlreichen Flohmarkständen das ein oder andere Einzelstück zu erstehen.

aero Haus HPNachdem auch die zweite Gruppe den Ort erreicht und sich gestärkt hatte, teilte sich die Gruppe erneut auf. Es bestand die Möglichkeit den Rest des Tages in Ærøskøbing zu verbringen und mit dem Bus zurück nach Søby zu fahren oder zurück zu wandern.

Mit aufgefüllten Wasserflaschen machten wir uns zu acht auf den Rückweg. Wir passierten die bunten gemütlichen kleinen Strandhäuser und ließen Ærøskøbing hinter uns. Der Weg führte uns an Feldern vorbei, über Kuhweiden, auf und ab entlang der Steilküste. Während der gesamten Strecke konnten wir nach rechts blickend eine wunderschöne Aussicht genießen. Wir legten noch einige kleine Pausen ein. 5 km vor dem Ziel wurden die Beine schon sehr schwer, was der guten Laune keinesfalls schadete. Die letzten Kilometer von insgesamt 36 km bzw. 32 km (Schummeltour) wanderten wir über die Straße zurück und erreichten gegen 19:00 Uhr erschöpft, aber glücklich und zufrieden den Campingplatz! Es war eine wunderschöne Tour, bei der die herrlichen Ausblicke am Ende nicht mehr zu zählen waren!

Die wunderschöne Natur auf Ærø

Claudia Behnke: Heute (31.05.2014) sind zwei Wanderungen geplant. Am Vormittag starten wir wieder bei strahlendem Sonnenschein zum Strand und laufen über schön geschliffene Steine Richtung Leuchtturm Skjoldnæs. Alle versuchen, Donnerkeile, Hühnergötter oder ansonsten ansprechend geschliffene Steine zu finden. Der Fernblick übers Meer geht nach Fünen mit den vorgelagerten Inseln Lyø und Avernakø. Am Leuchtturm angekommen, gibt es einen Aufstieg mit herrlichem Rundblick und die verdiente Mittagspause. Nach Rückkehr zum Campingplatz „Søby Camping“ lassen wir uns am langen Tisch im Park des Campingplatzes nieder und lassen uns den mitgebrachten Kuchen schmecken – Midsommerfest in Schweden lässt grüßen.

aero2 aero1Am Nachmittag geht es nochmals los zu einer zweiten Wanderung nach Søbygård. Dort befindet sich auf den Fundamenten einer mächtigen mittelalterlichen Burg ein bäuerliches Anwesen, der Søbygård. Einer der Keller diente als Gefängnis. Heute finden dort kulturelle Veranstaltungen statt. So haben wir an diesem Tag wieder cirka 24 km durch allerschönste Insellandschaft erwandert. Zu denken geben einem die vielen verlassenen Höfe und Häuser mit dem Hinweisschild „Til salg“. Trotz kostenfreiem Bustransfer verlassen vor allem die jüngeren Bewohner die Insel. Wie wird sich das nur in Zukunft entwickeln? Ein schöner Tag geht zu Ende mit den typisch individuellen Vorbereitungen für das Abendessen.

Lieber Gerd, wir bedanken uns bei dir für die Führung über die schöne dänische Insel. Alles war gut vorbereitet, dazu noch das beste Wetter, es wird uns in guter Erinnerung bleiben.

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