Harz

Sommerwochenende im Harz
vom 21.08. – 24.08.2014

Torben Karges:

Am 21. August machten wir uns auf den Weg nach Schierke in den Harz. Nachdem wir das dortige Basislager des DAV Wernigerode gefunden hatten, staunten wir über dessen schöne Lage mitten im Wald und doch unweit des Ortes mit vielen Wander- Sport- und Klettermöglichkeiten. Wir bezogen die hüttentypischen Lager im Obergeschoss und richteten die sehr komfortable und nicht ganz hüttentypische Küche ein. Am ersten Abend konnten wir die Umgebung erkunden und bei obligatorischen Hüttennudeln die weiteren Tage planen. Das Wetter versprach Sonne für den nächsten Tag, so dass wir beschlossen, den höchsten Berg Norddeutschlands zu besuchen.

Zwei von uns und unser tierischer Begleiter erwanderten den Gipfel des Brockens über einen alpin anmutenden Steig, während der Rest sich mit den Kindern für eine Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn und viel Dampf entschied. Am Gipfel angekommen, fühlten wir uns wie an der See, der Wind wehte stürmisch und nach einem Foto am höchsten Punkt freuten wir uns über Kakao und Kaffee im Windschatten. Den Abstieg begingen wir alle zusammen über eine leicht abgewandelte Route. Wieder in unserem Basislager angekommen, gab es erst einmal Kuchen zur Belohnung.

Der nächste Tag begrüßte uns leider nicht mit Sonnenschein, so dass wir uns für ein Alternativprogramm „unter Tage“ entschieden, das für uns Nordlichter interessantes Neuland darstellte. Statt auf einen Berg zu wandern, fuhren wir mit einem Floß und eigener Muskelkraft und mit einer original Grubenbahn in den Berg hinein. Das von uns besuchte und bis 1931 aktive Silberbergwerk „Lautenthals Glück“ wird heute als Museumsschacht betrieben und ermöglicht Einblicke in die Arbeit und das Leben der Bergarbeiter (oftmals Kinder) im Harz. Trotz der interessanten Befahrung (Nutzung von Treppen) mehrerer Sohlen (Ebenen) waren wir froh, als wir wieder im Tageslicht angekommen waren.

Rosi Gerlich:

Am vierten Tag musste zunächst die Unterkunft besenrein übergeben werden. Nachdem das Basislager geräumt und die Autos gepackt waren, fuhren wir nach Drei Annen Hohne und erwanderten den „Löwenzahn-Entdeckerpfad“. Auf der 2,3 km langen Strecke kann man spielerisch viel über Wald und Tiere lernen, Tierspuren entdecken, in das Gefieder einer Eule schlüpfen, Wald-Memory spielen und sich beim Weitsprung mit den tierischen Waldbewohnern messen. Nach diesem Heidenspaß für Groß und Klein stand die Rückfahrt Richtung Norden bevor.

Die Sektion Flensburg wollte mit diesem Kurzprogramm insbesondere Familien und Jugendliche ansprechen. Die Beteiligung war jedoch sehr überschaubar. Unser Jugendreferent Torben hatte wunderbare Ideen, von denen aufgrund der geringen Beteiligung nur ganz wenige in die Tat umgesetzt werden konnten. Die Sektion hatte die ganze Hütte gemietet und musste sie auch bezahlen. Die Zuschüsse für Kinder waren großzügig, wurden aber nicht wie erwartet in Anspruch genommen. Schade! Dennoch hatten wir viel Spaß. Für die Mühe bedanke ich mich im Namen aller Teilnehmenden recht herzlich bei Torben.

Die nördlichste Sektion Deutschlands: Kaum Berge, dafür mehr Meer.