Sextener Dolomiten

Berwanderung in den Sextener Dolomiten vom 31.08. bis 10.09.2015

Günter Schlotfeldt: Montag, 31.08., bis Dienstag, 01.09.2015

Nach der langen Anreise am 31.08. sind wir in Sexten gut angekommen. Am nächsten Morgen war eigentlich eine kleine Einlauftour angesagt. Da das Wetter schlechter werden sollte, habe ich umdisponiert und eine größere Tour auf den Hornischegg geplant.

Das Wetter war, wie es sich ein Wanderer nicht besser wünschen kann, Sonnenschein und gute Sicht. Um 09:15 Uhr ging es mit der Seilbahn auf 2050 m Höhe. Oben angekommen überwältigt uns ein unglaubliches Panorama: Sextener Rotwand, Fischleintal, Innere Gsell, Haunhold und blauer Himmel. Viele Fotos wurden geschossen. Die Blockhäuser, die vor zwei Jahren gebaut wurden, sind nun fertig und wurden von allen Wanderern bestaunt. Nach den Eindrücken des Bergpanoramas geht es dann los hoch zum Helm, unserem ersten Ziel, dem Karnischen Höhenweg, der die Grenze zu Österreich und Italien bildet. Breite Schotterwege, dann steil weiter auf schmalen Serpentinen, einige mit Verschnaufpausen, andere stapfen zügig voran an Betonklötzen (Stellungen aus dem 1. Weltkrieg) vorbei zum ehemaligen Zollhaus, dem Helm hoch. Die Zukunft des alten Zollhauses liegt in den Händen des italienischen DAV. 360 Grad Rundblick, ein Blick ins Tal, dann geht es weiter zur Silianhütte auf 2447 m. Dort gibt es eine von zirka 45 Minuten. Anschließend wandern wir zu unserem heutigen höchsten Punkt, dem Hornischegg auf 2550 m, wieder ein Panoramarundblick, um zu der Seilbahnstation zurück zu kehren und um 16:00 Uhr wieder zu Tal zu fahren.

Jeder hatte dann Zeit für sich zum Bummeln und Einkaufen. Um 18:30 Uhr ging es zum gemeinsamen Abendessen ins Gasthaus Mondschein. Bei einem anschließenden Umtrunk mit unserer Wirtin Frau Watschinger ließen wir den schönen Tag ausklingen. Der nächste Tag war grau und regnerisch, also war es eine gute Entscheidung, die Wanderung zu ändern.

Claudia Behnke: Mittwoch, 02.09.2015

Die Wettervorhersage lässt Verschlechterung befürchten. Wir fahren trotzdem gut aufgelegt mit dem Bus zum Kreuzbergpass (1636 m). Das Wandern beginnt bergan durch dichte Mischwälder auf dem Weg 131 zur Nemesalp Hütte (1877 m). Eine gemütliche Pause erwartet uns dort, der Wirt erzählt von seiner Familiengeschichte auf der Hütte. Nemes bedeutet Weide – der Name stammt aus früher ungarischer Vergangenheit. Hier werden jetzt auch Lamas gehalten. Die feine Lamawolle wärmt ausgezeichnet und ist Feuchtigkeit abweisend. Der weitere Weg führt uns nach Moos ins Café Kogler mit den uns schon bekannten Kuchenköstlichkeiten. Über den Weg 13a geht’s nach Sexten zurück. Leichte Feuchtigkeit von oben beginnt.

Elisabeth von Rauch: Donnerstag, 03.09.2015

Nach dem üblichem guten Frühstück, Speck, Käse, Marmelade, tollem Brot und Brötchen und viel Kaffee, geht es um 09:00 Uhr los in Richtung Moos über den Sexten Bach. Es ist warm, die Sonne scheint, an einem Schweinestall vorbei über grüne Wiesen in den Wald. In Serpentinen mit einer Steigung von ca. 12 % schlängelt sich der schmale, schottrige, feuchte aber wunderschöne Naturweg in Richtung Außergsell. Wir sehen auch unsere Unterkunft mal von oben, sogar der Helm zeigt sich wieder. Am Inner- und Außergsellsattel auf 2007 m Picknick mit Gesangsprobe für unsere Wirtin.

Gestärkt und fröhlich geht’s nun wieder bergab durch begrüntes Hochtal zur Dreischusterhütte auf 1626 m, linkerhand immer die Geröllabhänge der Gsellknoten/Steinalpen . Der Weg wird, nachdem die „Stufen“ unregelmäßig, nass und schottrig waren, langsam breiter und ebener. Man muss stehen bleiben, um einen Blick für die schöne Gegend zu haben. Es erwischt uns ein Regenguss, aber auf der Dreischusterhütte gibt es heißen Tee/Kaffee und Naturjoghurt, alles dampft vor sich hin. Nach der Besichtigung eines nahegelegenen Klettergartens entschließen wir uns zum Shuttle- und Regionalbus nach Sexten. Sieben Stunden waren wir wieder unterwegs mit Sonne und Regengüssen, zwei aus unserer Gruppe mieden den Bus und eilten im Regen nach Sexten! Es war wieder einmal toller eindrucksvoller Tag!

Hildegard Vollbehr: Freitag, 04.09.2015

Der Himmel ist bedeckt und es wird sogar Regen vorhergesagt. Nach einem zünftigen Frühstück entscheiden wir uns deshalb heute für einen Besuch in Toblach. Wir nehmen den Bus und fahren von Sexten über Innichen nach Tob­lach. Zunächst besichtigen wir die Schau-Käserei „Drei Zinnen“. Bei einer ge­führten Besichtigung mit Vortrag erhalten wir viele Informationen: Täglich wird die kostbare Milch der 180 Genossenschaftsmitglieder eingesammelt und zur Verarbeitung in die Käserei gebracht. Von der Besuchergalerie aus sehen wir den gesamten Produktionsablauf und die Käsemeister bei der Arbeit. Es werden Frischmilch, Sahne, Butter und Joghurt hergestellt. Ein Film erklärt die Arbeitsabläufe vom Dicklegen der Milch bis zur Salzung. Dieser Prozess kann ebenfalls von der Galerie aus beobachtet werden. Wir erfahren, dass die Her­stellung von Heumilch die ursprünglichste Form der Milchherstellung ist. Die Fütterung der Milchkühe erfolgt garantiert „silofrei“ und „gentechnikfrei“ und wird nach strengen Richtlinien kontrolliert. Zum Schluss besteht für uns die Mög­lich­keit, Milchprodukte zu probieren und zu erwerben.

Der Regen hält sich zurück und wir beschließen, gemütlich um den wunder­schön gelegenen Toblacher See zu wandern. Ca. zwei Stunden benötigen wir für die 4,5 km. An der Strecke entlang des Seeufers wurde ein Lehrpfad ange­legt. Informationstafeln vermitteln Informationen über Flora und Fauna. Es werden sogar Rundfahrten auf dem See angeboten. Uns lockt jetzt aber ein Café und wir stärken uns mit Kaffee, Eis oder Kuchen. Es beginnt zu regnen, aber wir sitzen genau richtig unter einem Schirm. Danach besichtigen wir die Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer, eine stattliche Barockkirche. Es gibt leider keine Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden und damit um gutes Wetter für unsere Wanderungen bei den Drei-Zinnen zu bitten. Der Bus bringt uns zurück nach Sexten. Mit einem köstlichen Essen im Restau­rant Mondschein been­den wir den Tag.

Reinhard Schaade: Samstag, 05.09.2015

07:30 Uhr Frühstück – etwas früher, weil wir auf den Monte Piano (2.305 m) möchten. Leider regnet es in Strömen und wir haben somit unsere Wirtin umsonst so früh aus dem Bett gejagt! Okay, normalerweise ist unsere Frühstück um 08:00 Uhr, aber immerhin eine halbe Stunde und das am Sonntag. An eine Wandertour war erst mal nicht zu denken. Ein paar aus der Gruppe haben sich zusammen gefunden, um eine Partie Monopoly zu spielen. Übrigens heißen die Straßen Parkstraße/Schloßallee in der österreichischen Variante Kornmarkt-Platz/Kaiserstraße und in der schweizerischen Variante Lausanne, Place St. Francois/Zürich, Paradeplatz. Nicht wichtig, aber interessant. Der Rest hing über der Wanderkarte und tauschte sich über verschiedenste Routen aus.

Gegen 10:00 Uhr hörte es zumindest auf zu regnen und es bildeten sich zwei Gruppen – die einen gingen in die nahegelegene Kletterhalle, die anderen entschieden sich für eine Wanderung entlang des Sexten-Baches nach Innichen (italienisch San Candido), eine Marktgemeinde mit 3289 Einwohnern rund 7 km von Sexten entfernt. Die frisch-feuchte Luft tat gut und so marschierten wir munter am rauschenden Fluss entlang. Die Wolken hingen noch tief, aber bis auf ein bisschen Nieselregen war es schön zu laufen. An einem der ersten Häuser von Innichen hatte der Besitzer unter seinem Dachüberstand ca. 40 – 50 Kakteen aufgereiht. Viele unterschiedliche hübsche Exemplare in allen möglichen Formen. So etwas hatten wir zumindest draußen noch nie gesehen. In der Ortsmitte angekommen, waren wir u. a. in dem Geschäft Wachter, das sich selbst das „Das Schönste Geschäft der Dolomiten“ nennt. Souvenirs und Spezialitäten aus der Region sind hier wunderbar vereint und wirklich außergewöhnlich dekoriert. Hier lohnt es sich mal zu stöbern. Nach einem Besuch in einem nahelegenden Café mit Kuchen, Kaffee und Jagertee (schwarzer Tee mit Rum) sind wir, weil der Regen doch wieder sehr zunahm, mit dem Bus nach Sexten zurück gefahren.

Christian Rahf: Sonntag, 06.09.2015

Ein neuer Tag und ein wundervoller Morgen, purer Sonnenschein bei 4 °C. Unser heutiges Wanderziel ist der Monte Piana, Freilichtmuseum des 1. Weltkrieges. Wir fahren mit dem Bus von Sexten über Innigen und Toblach bis nach Misurina in 1756 m Höhe. Dort beginnt die etwa viertelstündliche rasante Fahrt mit dem Jeep am Abgrund entlang und führt zur Bosi-Hütte, 2205 m Höhe, kurz unterhalb des Gipfelplateaus. Die eindrucksvolle Militärstraße des 1. Weltkrieges überwindet auf 5 km Länge 565 Höhenmeter. Ab der Bosi-Hütte beginnt der Rundweg des Freilichtmuseums. Über 14.000 Soldaten mussten auf diesem Hochplateau ihr Leben lassen.

Der Monte Piana ist einer der eindrucksvollsten Berge der Dolomiten, dessen Gipfelplateau mit einer Höhe von 2325 m (Nordkuppe Monte Piano 2305 m) einen atemberaubenden 360°-Panoramablick auf Cortina d’Ampezzo, die drei Zinnen und den Misurina-See bietet. Gerd wählt zum Aufstieg den Wanderweg und den Klettersteig zum Monte Piano, gegen 12:00 Uhr sind wir wieder vereint und genießen unsere Brotzeit. Zum Abstieg trennt sich die Gruppe, fünf Personen gehen auf dem Touristensteig zum Schluderbach, 900 Höhenmeter, von dort mit dem Bus nach Sexten. Die andere Gruppe genießt noch einmal die Abfahrt mit dem Jeep bis Misurina und weiter mit den Bus nach Sexten. Nach einem fürstlichen Abendendessen lassen wir den genussvollen Tag ausklingen.

Susanne Schaade: Montag, 07.09.2015

Aufstieg zur Drei Zinnen Hütte (Tre Cime 2450 m) – Die Wanderung begann um 09:20 Uhr im Fischleintal. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint. Laut Wegweiser dauert es bis zur Hütte zwei Stunden und 40 Minuten. Der erste Stopp an der Zsigmondyhütte in 2224 – 2236 m Höhe war gegen halb eins. Der zweite Stopp an der Büllelejochhütte (Rifugio Pian di Cengia 2528 m) war ca. um 14:00 Uhr. Ein herrlicher Blick lädt ein zum Verweilen. Ankunft an der Drei Zinnen Hütte war um 16:20. Wir haben also ein bisserl länger gebraucht.

Nach dem gemeinsamen Abendessen gingen viele schon zum Lager außerhalb der Hütten, um sich von den Strapazen zu erholen. Drei Bergkameraden (E.G.G.) kamen später nach und dann war es vorbei mit der Ruhe in Raum 8. Günther schlüpfte nicht ganz so fix in seinen neuen Schlafsack. Irgendwie war der Einstieg zu eng und zu weit oben. Das Bett quietschte und er fluchte und wir hatten Spaß. Es wurde viel gelacht. Irgendwann war es wieder still, zu still. Sich wiederholende Geräusche ließen uns aufhorchen. Günter S. war ganz fix dabei, mit der Stirnlampe und Armrütteln diesem Geräusch auf die Spur zu kommen. Wieder Gelächter. Als dann wieder Ruhe einkehrte, konnte man nur noch das Zähneklappern hören. Gerd war leider nicht in unserem Raum und deshalb am nächsten Morgen frisch und munter. Das Geheimnis der Geräusche bleibt für immer in Raum 8.

Vielen Dank an die Truppe, es waren sehr schöne Tage mit euch.

Reinhard Schaade: Dienstag, 08.09.2015

Ein paar von uns sind heute gegen 08:30 Uhr zur Drei-Zinnen-Umrundung gestartet. Im Uhrzeigersinn sind wir über die linke Flanke vorbei an der westlichen Zinne und waren schon eine Stunde später an der Lavaredohütte (2344 m). Sie ist eine von einem Bergführer erbaute und privat geführte Hütte.

Nach einer halben Stunde mit gefühlten paar Hundert entgegenkommenden Tagestouristen erreichen wir die Auronzo-Hütte (2333 m). Sie ist mit dem Auto sehr gut zu erreichen, und somit erklärt sich auch, dass uns so viele Menschen recht früh am Morgen begegneten. Die Hütte gehört zu dem italienischen Alpenverein CAI (Club Alpino Italiano, gegründet 1863). Nach einer kurzen Pause wandern wir vorbei an den großen Parkplätzen der Auronzo-Hütte in Richtung der kleinsten Zinne und kommen wieder auf die schönere Seite der Drei Zinnen, so wie wir sie von Bildern und Portkarten her kennen. Es ist schon eine der schönsten Gebirgsformationen, die ich kenne.

Auf dieser Seite laufen wir weiter zur Lang Alm (2283 m), eine Hütte mit einer Sonnenterrasse, aber ohne Übernachtungsmöglichkeit. Da wir erst 45 Minuten unterwegs sind, fällt hier eine erneute Pause aus! Für den Rest, ca. eine Stunde Laufzeit, aber schon mit ein paar Höhenmetern, erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt: Die drei Zinnenhütte.

Hildegard Vollbehr: Dienstag, 08.09.2015

Heute ist endlich der lang ersehnte wichtigste Tag in unserem Urlaub gekom­men. Wir wollen von der Drei-Zinnen-Hütte aus den Paternkofel erklimmen und anschließend die Drei Zinnen umrunden. Die Drei Zinnen sind das Wahr­zeichen der Dolomiten. Sie wurden 2009 von der UNESCO zum UNESCO-Welt­erbe erklärt. Die Natur hat hier ein in der ganzen Welt bekanntes ein­maliges Denkmal geschaffen. Im Morgenlicht zeigen sich die Nordwände der Drei Zinnen in ihrer vollen Schönheit. Claudia, Elisabeth und Günter wollen die Drei Zinnen umrunden. Susanne, Reinhard und Günther beginnen mit der Um­rundung und klettern dann auf den Paternkofel. Gerd, Christian und ich wählen die umgekehrte Reihenfolge.

Um 08:30 Uhr geht’s los. Hüftgurt und Klettersteiggeschirr werden angelegt und der Helm wird aufgesetzt. Bald erreichen wir den 600 m langen Haupt­tunnel. Wir schalten die Stirnlampen ein, und auf verschieden hohen Stufen geht es steil im Berg hinauf. Es ist feucht und kalt. Die Tunnel sind im 1. Welt­krieg entstanden, als sich Österreich und Italien bekämpften. Ein schrecklicher und sinnloser Krieg, wie alle Kriege. Wir denken an die armen Soldaten und sind froh, als wir den Tunnel verlassen. Jetzt beginnt das Klettern hoch zur Gamsscharte in 2.650 m Höhe. In der schmalen Rinne liegt Schnee und es ist sehr glatt. An den steilen Felswänden sind Drahtseile befestigt. Wir klinken uns vorschriftsmäßig ein und kommen gut voran. Um 09:45 Uhr erreichen wir die Gamsscharte. Sofort beginnen wir mit dem Aufstieg auf die Spitze des 2.744 m hohen Paternkofels. Eine österreichische Klettergruppe wundert sich, dass wir von der Sektion Flensburg kommen. Auch einige Gebirgsjäger sind auf dem Weg zum Gipfel. Bald erreichen wir den Gipfel mit dem Gipfelkreuz. Wir haben rundherum beste Sicht und können sogar in der Ferne den schnee­bedeckten Großglockner erkennen. Der Abstieg zurück zur Gamsscharte ge­lingt sehr schnell.

Da wir die Drei Zinnen umrunden wollen, steigen wir jetzt zum Paternsattel ab. Der sehr steile Abstieg ist nicht mit Drahtseilen gesichert. Aber der Fels ist trocken und wir sind sehr vorsichtig. Zum Schluss müssen wir noch in völliger Dunkelheit durch einen ca. 15 m langen Tunnel kriechen. Die Stirnlampen be­fin­den sich leider bereits gut verpackt im Rucksack. Wir sind froh, als wir endlich den Paternsattel erreichen und die Drei Zinnen nun ganz nah vor uns haben. Was für ein überwältigender Anblick! Wir können uns nicht satt sehen.

Im Refugio Lavaredo (2.344 m) machen wir zunächst eine Kaffeepause. Durchs Fernglas beobachten wir einige Kletterer an der Südwand der Großen Zinne schon recht weit oben. Begeistert und aufgeregt schauen wir zu. Es sieht sehr schwierig aus. Weiter geht’s mit der Umrundung der Drei Zinnen in Richtung Auronzo-Hütte in 2.333 m Höhe. Die grandiosen Ausblicke auf die Drei Zinnen verändern sich ständig. Wir wandern an einer kleinen Kapelle vor­bei und erreichen bald die Auronzo-Hütte. Hier parken sehr viele Autos. Viele Ausflügler beginnen hier ihre Umrundung der Drei Zinnen. Bei dem heutigen schönen Wetter sind sehr viele Familien mit kleinen Kindern unterwegs. Jetzt schauen wir wieder auf die grandiosen Nordwände der Drei Zinnen in ihrer ganzen Pracht. Auf sehr hügeligem Weg, der zum Schluss noch einmal richtig ansteigt, geht’s weiter zur Drei-Zinnen-Hütte, die wir um 15:20 Uhr erreichen. Die Umrundung ist ca. 9 km lang.

Vor der Hütte genießen wir bei warmen Sonnenstrahlen Kaffee und Kuchen. Abends werden wir in der Hütte mit einem fürstlichen Abendessen belohnt. Auf dem kurzen Weg zu unserem Nachtquartier sehen wir auf halber Höhe in der Nordwand der Westlichen Zinne ein Licht. Das sind sicher Kletterer, die in einem Biwaksack in der Wand übernachten – oder befindet sich dort ein Loch in der Wand? Wir genießen nun ganz bewusst unsere kuscheligen Betten und schlafen prächtig, besonders auch deshalb, weil Christian uns noch eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt.

Claudia Behnke: Mittwoch, 09.09., bis Freitag, 11.09.2015

Noch bei Morgennebel beginnen wir früh den Abstieg von der Drei Zinnen Hütte auf dem Weg 102. Unendlich schöne Ausblicke zu den umliegenden Berggipfeln bringen ein wenig Abschiedsschmerz. Am Altensteiner Bach entlang geht es weiter talwärts, noch wenig Wanderer sind unterwegs. Eine gemütliche Pause am rauschenden und kristallklaren Bach lässt die müden Kniegelenke vom Talwärtsgehen erholen. Weiter zur Talschlußhütte über Fischleinboden über den Dolomiten Höhenweg, vorbei an Moos und weiter nach Sexten zu Frau Watschinger in unser schönes Quartier mit der Vorfreude auf die warme Dusche nach dem spartanischen Quartier auf der Drei Zinnen Hütte.

Der nächste Tag beginnt mit Packen, letzte Einkäufe (Käse, Schinken etc.) werden erledigt. Am frühen Nachmittag beginnt die Rückreise in die Heimat. In München dann geht es mit dem Liegewagen nach Hamburg. Dort erleben wir mit großer Sorge die Ankunft von Hunderten Flüchtlingen in Polizeibegleitung. Sie werden zu der Erstversorgung gebracht. Betroffen machen wir uns Gedanken, wie das alles zu schaffen ist. Der nächste Morgen bringt die Rückkehr nach Flensburg. Etwas müde danken wir Günter Schlotfeldt für all seine Vorbereitungen. Eine schöne Erinnerung bleibt.

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Die nördlichste Sektion Deutschlands: Kaum Berge, dafür mehr Meer.