Lauf zwischen den Meeren

Kai Vermehren:

Lauf zwischen den Meeren 2016

Nach wochenlanger intensiver Vorbereitung der Laufgruppe sollte es am 28.05.2016 endlich losgehen. Doch waren am Abend vor dem Start von den elf gemeldeten Startern nur noch sieben Läufer angetreten. Somit fand die Nudelparty am Freitagabend bei Rosi mit einem recht überschaubaren Teilnehmerfeld statt. Rosi hatte für alle Pasta zubereitet, und die anderen hatten schmackhafte Soßen, Salat und einen leckeren Nachtisch mitgebracht. So konnten wir uns für die anstehenden Anstrengungen richtig gut stärken. Auch konnte eine Lösung für die fehlenden Starter gefunden werden, und Torben werkelte innerhalb weniger Augenblicke einen Plan für die Fahrer zurecht, so dass jeder Läufer rechtzeitig zu seinem Startplatz gebracht werden konnte.

Am Samstag sollte es dann endlich losgehen. Wir trafen uns um sieben Uhr in Flensburg und fuhren in zwei Autos zu den ersten Startpositionen. In Husum war es dann morgens doch noch ziemlich frisch. Das hielt Stefan jedoch nicht davon ab, sich in kurzer Hose und T-Shirt auf die erste Etappe vorzubereiten. Wir anderen wärmten uns währenddessen erstmal an einer heißen Tasse Kaffee auf. Der anderen Gruppe in Wittbek ging es nicht besser. Auch dort fehlte noch die Sonne. Aber um Punkt neun Uhr starteten dann über achthundert Läufer in Husum, und für den Rest des Tages vergaßen dann alle die zunächst kalten und später warmen Temperaturen um sich herum. War der Rest des Tages doch von einer hohen Anspannung für jeden geprägt.

Der erste Wechsel in Wittbek von Stefan zu Lars klappte sehr gut. Und so konnte Lars den guten Platz von Stefan im vorderen Feld verteidigen. Auch Aegidius legte einen guten Lauf bis Dannewerk vor. Doch auch die anderen Teilnehmer waren gut auf den Lauf vorbereitet, so dass unsere Staffel beim Wechsel in Jagel im vorderen Teil des Hauptfeldes laufen musste.

Diese machte es für die Fahrer etwas schwerer, da sie nun im großen Pulk aller anderen Begleiter so manchen Stau ertragen mussten und die Parkplätze nicht mehr so üppig zur Verfügung standen. Aber der Veranstalter hatte sich Mühe gegeben und zur Erleichterung fast überall Parkeinweiser eingesetzt und Wegweiser aufgestellt. Trotzdem wurde es in Fleckeby für einen rechtzeitigen Wechsel doch schon ziemlich knapp. Und in Dannewerk wäre Aegidius beinahe verloren gegangen. Doch Wiltrud hatte die Nerven behalten und ihn geduldig aus der großen Menge der Läufer wieder herausgefischt und weiter zur nächsten Etappe gefahren.

Torben lief einen famosen Lauf mit vielen kleinen Hügeln am Ufer der Schlei entlang und übergab den Staffelstab an Kai, der den ersten Teil der Halbinsel Schwansen durchquerte. Mittlerweile stand die Sonne hoch am Himmel, und es wurde warm für die Läufer. Die Feuerwehren hatten am Wegesrand jedoch genügend Stände aufgebaut, an denen „Löschwasser“ gereicht wurde.

Rosi lief dann die schöne Strecke von Gut Hemmelmark bis Waabs, wo sie von ihren Enkelkindern freudestrahlend empfangen wurde. Ab hier unterstützte Melanie dann auch die beiden anderen Fahrer. Wurde es doch durch den zunehmenden Verkehr im Zielgebiet immer schwieriger, rechtzeitig die Wechselorte zu erreichen.

Die letzte Strecke bis Damp durfte dann Michael laufen. Wir anderen empfingen ihn am Hafen von Damp und liefen dann das letzte Ende alle gemeinsam bis ins Ziel. Nach 8 Stunden 42 Minuten und 52 Sekunden hatten wir nach 96 Kilometern den 395. Platz im Gesamtklassement errungen. Für uns Freizeitläufer war dieses ein hervorragendes Ergebnis und eine Verbesserung zum Vorjahresergebnis. Bei einem kleinen gemeinsamen Abendbrot feierten wir dann unseren Erfolg und genossen die schöne Stimmung in der Zielzone. An dieser Stelle möchte ich mich bei all den fleißigen Helfern im Hintergrund bedanken, ohne deren Hilfe die Vorbereitung und Durchführung dieses Laufes nicht möglich wäre und die uns dieses schöne Erlebnis beschert haben.

Gruppe-Jubel
Michael, Lars, Aegidius, Rosi, Kai, Torben, Stefan

Die nördlichste Sektion Deutschlands: Kaum Berge, dafür mehr Meer.