Lauf zwischen den Meeren

Kai Vermehren:

Lauf zwischen den Meeren 2017

Am 20.05.2017 sollte es wieder soweit sein: Wir wollten wieder beim Lauf zwischen den Meeren eine Staffel vom DAV Flensburg an den Start schicken. Torben hatte dankeswerter Weise die organisatorische Vorbereitung dafür unternommen.

Am Vorabend fanden sich die Teilnehmer zur Pastaparty zusammen, und Torben legte seinen Plan vor, der so am nächsten Tag auch in die Tat umge­setzt wurde. Torben hatte dieses Jahr auf eine Teilnahme verzichtet. Trotzdem waren wir genügend Staffelteilnehmer. Anschließend stärkten wir uns für die kommenden Herausforderungen und genossen alle die vorbereitete Pasta mit den leckeren Soßen. Vielen Dank an all die helfenden Hände, die für einen schönen Abend sorgten.

Am Samstag ging es dann los. Die notwendigen Autofahrten verteilten sich dieses Mal auf vier Fahrer, so dass es etwas leichter als im Vorjahr für alle Beteiligten wurde. Christian und Uwe teilten sich die ersten beiden Etappen von Husum bis Hollingstedt. Bei bewölktem Himmel und mäßigen Tempera­turen hatten beide ideale Laufbedingungen. In Hollingstedt übernahm dann Aegidus den Staffelstab mit der Nummer 294 und trug diesen im Hauptfeld munter mitlaufend nach Dannewerk, wo er den Stab an Jan weitergab.

Jan lieferte dann einen famosen Lauf mit der schnellsten Zeit des Tages ab. Seine Strecke führte über die Start- und Landebahn auf dem Flugplatz in Jagel, dabei hatte er auch noch die Nerven, seine Zwischenzeiten bei Whats-App zu posten, so dass Ida rechtzeitig in der Wechselzone bereitstand, um den Staffelstab zu übernehmen. Sie legte dann einen grandiosen Lauf auf ihrer Etappe hin und konnte bereits nach 42 Minuten ihr Ziel in Fahrdorf erreichen.

Mittlerweile stand die Sonne hoch am Himmel und es wurde wärmer. Rosi lief dann ihre Etappe zusammen mit Stefan, der sie gut über ihre Strecke coachte. Rosi lief an diesem Tag ihre persönliche Jahresbestleistung. Stefan rannte dann die nächste Strecke allein weiter und übergab in Gammelby den Staffel­stab an Ralf. Bei der Übergabe versagte dann leider die Zeitmessung. Daher müssen sich beide für ihre Etappen eine Zeit von 01:24 Stunden teilen. Die Wärme nahm an diesem späten Nachmittag noch zu, und Ralf kam auf seiner Strecke bereits ganz gut ins Schwitzen.

Jetzt wurde es auch für die Autofahrer schwieriger. Insgesamt gab es auf der Strecke sowieso schon viele Staus, die man nicht umfahren konnte. Je näher man nach Damp kam, umso schwieriger gestaltete sich die Begleitung der Läuferinnen und Läufer. Bei Gut Hemmelmark war es dann sehr knapp gewor­den, die Ablösung rechtzeitig an den Wechselpunkt zu bringen. Aber gemein­sam konnte auch diese logistische Herausforderung gemeistert werden. Das gelang offensichtlich nicht allen Staffeln so gut. Einige Läufer mussten dort recht lange in der Wechselzone warten.

Auf Gut Hemmelmark lieferte Ralf den Staffelstab bei Kai ab. Dieser übernahm die letzten beiden Etappen und lief mit einer soliden Zeit bis Damp durch. Die warmen Temperaturen und die fehlenden Versorgungspunkte setzten ihm dabei schon ziemlich zu. In Damp durfte er dann das beeindruckende Erlebnis genießen, den Yachthafen zu umrunden und von den Team-Staffelteilneh­mern in Empfang genommen zu werden. Gemeinsam liefen wir dann nach insge­samt 8 Stunden 53 Minuten und 25 Sekunden in das Ziel ein und genossen den schönen Empfang dort. In der Gesamtwertung belegten wir den 536. Platz von 788 Teams, mit dem wir alle recht zufrieden waren.

Bei einem kleinen gemeinsamen Abendbrot feierten wir dann unseren Erfolg und genossen die schöne Stimmung in der Zielzone. Torbens Plan ist mal wie­der aufgegangen. Jeder war rechtzeitig an seinem Startpunkt und keiner unse­rer Läufer ist verloren gegangen. Für uns war es ein rundum gelungener Tag, den wir nächstes Jahr gerne wieder zusammen mit Torben genießen möchten.

An dieser Stelle möchte ich mich bei all den fleißigen Helfern im Hintergrund bedanken, ohne deren Hilfe die Vorbereitung und Durchführung dieses Laufes nicht möglich wäre und die uns dieses schöne Erlebnis beschert haben.

Die nördlichste Sektion Deutschlands: Kaum Berge, dafür mehr Meer.